Japan nach dem Mega-Beben

Nach dem Mega-Beben in Japan sind die Schäden und die Anzahl der Todesopfer noch nicht abzuschätzen. Der ausgelöste Tsunami hatte am Freitag eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mit einer unglaublichen Wucht und Gewalt bahnte sich die bis zu 10 m hohe Welle ihren Weg ins Landesinnere. Helikopteraufnahmen zeigten, wie Häuser einfach weggerissen wurden, wie ganze Landstriche mit Autos, Schiffen und Schutt übersät sind. Wer in der Nähe dieser Flutwelle war, hatte nicht die geringste Chance zu überleben. Und nun droht Japan die Katastrophe nach der Katastrophe. Nach Explosionen in einem Atomkraftwerk könnte Japan eine Nuklearkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bevorstehen.

Die Regierung forderte die Bevölkerung im Umkreis von 20 km zu dem Kernkraftwerk Fukushima 1 auf, die Gegend umgehen zu verlassen. Über 70.000 Einwohner sind betroffen. Unterschiedliche Meldungen sprechen von mehreren Explosionen in dem AKW, von einer teilweise eingestürzten Reaktorhülle. Es wird von offizieller Seite her nicht mehr ausgeschlossen, dass eine Kernschmelze stattfindet und so enorm viel Radioaktivität austritt.

Unterdessen werden an den Küstenregionen immer mehr Leichen entdeckt. Die japanische Arme habe nahe einer Küstenstatt weitere 300 Leichen gefunden und die Zahl der Todesopfer werde noch dramatisch ansteigen. Zurzeit wird mit bis zu 2000 Todesopfern gerechnet. Noch immer fehlt jede Spur von einem Zug, der von der Flutwelle mitgerissen wurde und auch ein Schiff mit ca. 80 Passagieren an Board bleibt verschollen. Unterdessen beginnen die Menschen mit Hamsterkäufen und der teilweisen Flucht aus dem Norden des Landes. Die Angst vor dem Super-Gau, einer nuklearen Katastrophe ist bei den Menschen zu groß, die Bilder und Ereignisse von Tschernobyl sind noch nicht vergessen.

Die Folgen des Mega-Bebens sind noch immer nicht abzusehen. Allerdings haben erste große Firmen, wie zum Beispiel Nissan und Honda die Produktion in allen japanischen Werken eingestellt. Die Schäden an der Infrastruktur sind besonders im Norden des Landes durch die verheerende Flutwelle enorm, ganze Orte wurden dem Erdboden gleichgemacht.

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