Kaffeeröster müssen Kartellstrafe zahlen

Bundeskartellamt verhängt hohe Strafe gegen Tchibo, Melitta und Dallmayr
Das Bundeskartellamt hat nun eine Strafe in Höhe von 159,5 Millionen Euro gegen die Kaffeeröstereien Tchibo, Melitta und Dallmayr verhängt nachdem massive Hinweise auf Preisabsprachen vorlagen. Gegen die Strafe kann allerdings noch Widerspruch eingelegt werden.

Um über­höh­te Prei­se für den Ver­brau­cher zu ver­hin­dern ist die Bil­dung von Kar­tel­len, das heißt die Ab­spra­che von Prei­sen in­ner­halb ei­ner Bran­che, in Deutsch­land ver­bo­ten. Doch nach zahl­rei­chen Preis­er­hö­hun­gen der Kaf­fee­rös­te­rei­en wie Tchi­bo, Me­lit­ta und Dall­mayr zwi­schen 2000 und 2008 bis dann am 3. Ju­li 2008 – ver­mut­lich auf Hin­weis ei­nes Mit­be­wer­bers der die Prei­se eben­falls er­höht aber im Ge­gen­zug vor ei­ner Stra­fe ver­schont blieb – das Bun­des­kar­tell­amt die Ge­schäfts­räu­me der Rös­ter­rei­en durch­such­te. Die be­schlag­nahm­ten Do­ku­men­te er­här­te­ten den Ver­dacht ge­gen Tchi­bo, Me­lit­ta und Dall­mayr ein Kar­tell ge­bil­det und die Prei­se ab­ge­spro­chen zu ha­ben. Aus die­sem Grund wur­de nun die Stra­fe fest­ge­legt. Bis auf die letz­te Preis­er­hö­hung die kurz vor der Durch­su­chung der Ge­schäfts­räu­me statt­fand konn­te das Kar­tell aus Tchi­bo, Me­lit­ta und Dall­mayr al­le Preis­er­hö­hun­gen auf dem Kaf­fee­markt durch­set­zen. So konn­ten die Un­ter­neh­men die Kaf­fee­prei­se ex­trem stei­gern – al­lei­ne 2004 und 2005 stie­gen die Prei­se um mehr als 20 Pro­zent oder ei­nen Eu­ro pro 500 Gramm End­ver­brau­cher­preis. Die emp­find­li­che Stra­fe ge­gen das Kaf­fee – Kar­tell aus Tchi­bo, Me­lit­ta und Dall­mayr könn­te zwar im zwei­tem Schritt re­du­ziert wer­den, den­noch wer­den Me­lit­ta, Dall­mayr und Tchi­bo wohl schwer dar­an zu schlu­cken ha­ben. Das Kar­tell be­ste­hend aus Tchi­bo, Me­lit­ta und Dall­mayr könn­te fer­ner ge­zwun­gen wer­den die Prei­se bald zu sen­ken.